Interrail 2011

Interrail 2011
Route

Samstag, 30. Juli 2011

Schlaflos in Brüssel

TAG 8

Freitag, 29.Juli


Frankreich
Irgendwo zwischen Lille und Amiens, 10:28

Und es ist schon wieder passiert...soeben haben wir bemerkt, dass wir nur mehr ein Zelt bei uns haben.
Mein Zelt dürfte noch irgendwo in Amsterdam herumirren....leider hat es gestern nicht den Weg mit den anderen 5 in den Zug nach Brüssel geschafft...naja halb so wild...und wieder etwas dazugelernt: "Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser"...Amen.

Gestern gab es dann auch die erste Planänderung. Nachdem wir erst kurz vor 19 Uhr uns wieder alle in Brüssel zusammengefunden hatten, wurde beschlossen statt wie geplant nach Oostende ans Meer zu fahren, die Nacht in Brüssel zu verbringen und gleich in der Früh weiter zu fahren.
Gesagt - getan.

Im Nachhinein eine gute Entscheidung, da wir so Zeit hatten diese wirklich wundervolle Stadt zu besichtigen. Der "Grote Markt" oder Grand Place zeigt den Reichtum dieser Stadt...vor allem im Spätmittelalter und der Neuzeit war Brüssel durch seinen intensiven Handel eine der reichsten Städte Europas.
Danach begaben wir uns auf die Suche nach den weltbesten Pommes der Welt..."Les Frites" sind nicht nur typisch belgisch und an jeder Straßenecke zu bekommen, sondern wurden hier auch zum ersten Mal gemacht.
Aber nicht nur dafür ist Belgien und besonders Brüssel bekannt, sondern auch für die Schokolade und - nicht zu vergessen - die Comics, wie Tim & Struppi, Lucky Luke, Marsupilami,...
Achja und dann wär da noch die EU....zufällig lag das beeindruckende Gebäude der Europäischen Kommission auf dem Weg zu unseren Pommes....die besten gibts übrigens bei "Maison Antoine".
(Selbst um halb 11 in der Nacht muss man sich hier noch anstellen)

Die Nacht ging dann eigentlich auch schnell vorüber...zwar sind die meisten von uns recht müde und wegen dem vielen Umsteigen kommt man auch nicht richtig zum Schlafen, aber wir sind guter Dinge und freuen uns schon auf Paris.
Ein Zelt sollten wir dann auch noch kaufen....

Die erste Woche wäre somit geschafft!
Liebe Grüße an unsere Familien und Freunde!!!


Unterwegs...

TAG 7

Donnerstag, 28.Juli


Niederlande
Intercity Amsterdam - Brüssel, 16:48

So kanns gehn auf einer Interrailreise. In diesem Moment sitze ich im Zug von Amsterdam nach Brüssel - kurz vor Rotterdam.
Typisch niederländische Landschaft: Grüne saftige Wiesen, Kühe, ein paar vereinzelte Häuser.....und dann wieder eine Großstadt wie Den Haag oder Rotterdam - modern, mit Wolkenkratzern bestückt, Kanäle, viel Wasser.
Holland hat einen eigenen Flair - eine Mischung aus urbanem und ländlichem Leben - im krassen Gegensatz....nicht zu vergessen alles einige Meter unter Meeresniveau.

Der Zug hält in Rotterdam. Die Niederländerinnen in meinem Abteil können nun endlich raus aus dem Zug, nachdem sie die letzte Station knapp verpasst hatten....und weiter gehts.

Gestern nutzten wir die Zeit um noch ein bischen Amsterdamer Luft zu atmen, ein bischen was von dieser Atmosphäre mit nach Hause zu nehmen. Amsterdam ist international...ein Melting Pot wie Berlin....viele Schwarzafrikaner aus den ehemaligen Kolonien, Türken, Bosnier, Spanier, Iren....alles gibt es hier.
Was die Stadt zu einen scheint sind einerseits die Kanäle, das Wasser, die Backsteinhäuser, und andererseits die Coffeeshops.
Was man davon auch halten mag - es gibt sie an jeder Ecke - mindestens 2,3 Mal.
Der Hauptplatz von Amsterdam ist der Dam mit dem Royal Palace. Von hier aus beginnt auch das Amsterdamer Rotlichtviertel - ob es die Stadt berühmt oder berüchtigt macht - kann jeder für sich entscheiden.
Man geht über zahlreiche Kanäle entlang - malerische Gassen - überall Leute - überall Fahrräder. Eine besonders lobenswerte Eigenschaft dieser Stadt bzw seiner Einwohner - es wird extrem viel mit dem Rad gefahren. Wahrscheinlich liegt es zwar wohl eher am langsamen Weiterkommen per Auto in der Stadt, als an gute Absichten in Hinblick auf Umweltschutz - aber egal.
Der öffentliche Verkehr und die Radwege sind so perfekt ausgebaut, dass viele Amsterdamer auf einen Führerschein verzichten - nachahmenswert!


  
Dann gings weiter....Rembrandtplein, Leidseplein...Cafes, Restaurants, Casinos, Coffeshops,...wohin das Auge reicht.
Und zum dritten Mal in der Woche ins Hardrock Cafe - ist aber in Amsterdam auch nicht unbedingt billiger ;-)
Irgendwann fiel uns dann ein spezieller Musikladen ins Augen - ein paar Gitarren in der Auslage haben es mir und Jacky angetan - da mussten wir reinschaun...nur nicht zu lange, denn ansonsten bereuen wir noch dass wir das Geld für Interrail nicht lieber in eine dieser Gitarren investiert haben.

 
Naja...auf jeden Fall...die Geschichte wieso ich jetzt alleine...okay eigentlich hat sich das Abteil ja schon wieder gefüllt....aber ohne die anderen fünf hier sitze beginnt in diesem Laden.
Irgendwann war es dann doch an der Zeit sich von den Gitarren zu trennen...hinaus...die Straße runter. Halt! "Nico, wo is dei Einkaufssackerl?"...im Geschäft liegen geblieben...in diesem Moment bemerkt auch Jacky, dass sein Rucksack fort ist...schnell zurück ins Geschäft...Einkaufssackerl hier, Rucksack nicht....
Verdammt...das Geschäft abgesucht, der Verkäufer hilft auch aus, aber nichts. Zum Glück war kein Geld im Rucksack, nur Jacke, Kappe, ein paar andere Sachen....sein Songbook mit Liedtexten (konnte am Abend rekonstruiert werden)....achja, und das Interrailticket...
Langsam kommen einem da Zweifel....naja, egal, jetzt das Positive sehen....auf jeden Fall wissen wir das Jacky und Sophie echt gut zusammenpassen ;-)  

Die Aufregung hat sich dann bald wieder gelegt....wir sind ja schon geübt in diesen Dingen.
Der Abend war gemütlich...im Dunkeln sitzen...kochen und essen...und es wird später und später.



"Falls wir den Zug um 9 nicht erwischen nehmen wir halt den um 10"
Aufgewacht sind wir dann um 10 nach 10....kurzer Ärger, kurzer Stress...dann...halb so wild.
Ein bischen beeilen und dann geht sich der Zug um 2 locker aus. Und er ging sich auch locker aus, obwohl wir sogar einma die falsche Tram genommen hatten....das Problem...es ging sich nur für fünf von uns aus....ich stand um 2 nämlich gerade im Service Center - Amsterdam Central mit Jackys Pass und Geld um für ihn ein neues IR-Ticket zu lösen.
"Okay, die werden schon auf mich warten", denk ich mir...dann Anruf....auf dem Handy-Display: "Achtung Akku leer!"...."Du Martin, wo bist du? Der Zug fährt schon? Was? Wo müss ma aussteigen? Wo in Brüss------weg...Akku leer.
Also ich musste noch ca eine Stunde warten bis ich endlich an der Reihe war (entweder sind die Bahnangestellten auch alle eingeraucht, oder sie wollen einfach nicht arbeiten).
Es wurde also der Zug um 16 Uhr....zum Glück hat sich das Handy noch ganz kurz einschalten lassen um ihnen den Treffpunkt mitzuteilen.
Also 18.40 in Brüssel....man sieht sich ;-)

Donnerstag, 28. Juli 2011

Wir schlagen unser Lager auf...

TAG 6

Mittwoch, 27.Juli

  
Amsterdam
Rezeption Camping Zeeburg, 13:48

Wir schlagen unser Lager auf...in Amsterdam. Nach je 2 Nächten in Hotel bzw. Hostel kommen jetzt 3 Zeltnächte.
Die erste davon ist gut verlaufen...wir sind einigermaßen ausgeschlafen.

Ich muss wieder einen Nachtrag schreiben, da es leider immer recht kompliziert ist Wifi und Strom aufzutreiben - besonders hier am Campingplatz. Eigentlich hoffen wir zur Zeit ja nur, dass unsere Wäsche nach dem Waschen noch gleich aussieht wie vorher. Auf diesem Wege - wir sind über alle Tips bezüglich Wäsche-waschen sehr dankbar.

Der gestrige Tag war allgemein ein eher ruhiger; obwohl er nicht so angefangen hat. Da wir in der Früh alle nicht so leicht aus dem Bett kamen, erreichten wir unseren Zug (7:30 Uhr) wohl nur Dank der 10-Minuten-Verspätung.
7 1/2 Stunden Zugfahrt quer durch Deutschland und die Niederlande - bis kurz vor Amsterdam. Dann umsteigen - Martin, Nico und Timna verlassen den Zug - die restliche Hälfte von uns kann nur fassungslos zurückblicken, als der Zug schon wieder weiterfährt. War eigentlich klar, dass das einmal passiert.
Ca. 2 Sunden später waren wir am Campingplatz wieder vereint. Zelte aufbauen und dann in die Stadt einkaufen.


 
Coffeshop, Coffeshop, noch einer, noch einer....Geschäfte sind da eher selten. Dann doch eine Straße mit Geschäften - ca 10 Stück - wie eine Wiedergutmachung - jedes einzelne von einer türkischen Familie geführt. Klein, überall das gleiche Angebot und die angeschriebenen Preise scheinen nur Richtwerte zu sein.
So kann es also passieren: Man geht zur Kassa mit einem Becher mit so einer Art Nougataufstrich - Preiszettel: 1,20 -
Verkäufer sagt: "Ahh this is 2,80!" - "No, see, 1Euro 20" - Verkäufer nimmt Becher und entfernt den Preiszettel - stellt ihn wieder hin: "2 Euro 80".
Wir vermuten man kann über die Preise verhandeln, aber wir haben dann doch noch einen normalen, großen Supermarkt gefunden.

Amsterdam wird seinem Ruf zu 100% gerecht - an jeder Ecke Coffeshops und wenn man den Campingplatz betritt weht einem eine süßliche Wolke entgegen - dafür bzw deswegen sind alle Leute, die man hier trifft super freundlich, gesprächig und gut drauf ;-)


Zum Abendessen gab es dann Chili con Carne mit Würstchen und Brot und danach für jeden einen Schokomuffin.
Zum Frühstück heute Kakao, Müsli, Brot und Kuchen.
Und falls unsere Wäsche noch fertig wird sehen wir auch noch etwas von der Stadt...
 

Dienstag, 26. Juli 2011

Berlin, Berlin

TAG 5

Dienstag, 26.Juli


Berlin, Pangea People Hostel, 23:34

Ein Tag Berlin pur...das kann anstrengend werden.
Zum Glück durften wir mit einem super Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ, in den Tag starten.
Zu Mittag gings dann auf in die Stadt - Ziel: Fernsehturm - Ergebnis: eine lange Menschenschlange die jede Ambition auf eine Traumaussicht über Berlin im Keim erstickte.
Weiter, weiter....rotes Rathaus und in die U-Bahn...Holocaust-Mahnmal...Diskussion über die Bedeutung der vielen Quader (insgesamt über 2000)....sehr zufriedenstellende Interpretation gefunden....Brandenburger Tor...Touristenfoto....


Gleich weiter....wir müssen in Richtung Hauptbahnhof - Zug reservieren....am Weg vorbei am Reichstag - kurz ausrasten in der Wiese in der heißen Mittagssonne....und über die Spree.
Weiter mit der S-Bahn....Einkauf und Essen (Currywurst Nr. 2)....
Olympia Stadion....Eintritt bezahlen?...Beschluss, dass Besichtigung von außen genügt....U-Bahn

Charlottenburg....Erkenntnis: ehemaliges Westberlin ungepflegter als Osten....Schloss Charlottenburg...mythologische Diskussionen....ist Leda die Mutter der Dioskuren? Wie wars jetzt genau mit die Argonauten? Wie hat Medea Jason geholfen? Was waren noch mal alle Aufgaben des Herakles?....Schlosspark...schöner Rasen zum Rasten




Um unseren Berlin-Tag ausklingen zu lassen noch ein Spaziergang am Ku'damm und am Weg gleich Abendessen (natürlich Currywurst ;-) )
Wir haben es zurück ins Hostel geschafft...eine Nacht noch - dann muss Berlin uns wieder freigeben.
Irgendwie ist es uns in Berlin doch zu hügelig....also auf nach Amsterdam! :-)

Crossing Borders

TAG 4

Montag, 25.Juli




Berlin
Pangea People Hostel, 9:51


"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen"

-Walter Ulbricht (ehemaliger Staats- und Parteichef der DDR am 15.6.1961)

Berlin - Hauptstadt Deutschlands - fast 3,5 Mill. Einwohner
Eine ehemals getrennte und nun vereinte Stadt - ein Melting Pot der Kulturen - modern - urban - schnelllebig


Eine rastlose Stadt......und hinaus aus dem Zug....Wahnsinn, wie groß!....
Keine Zeit um stehen zu bleiben....die Masse nimmt einen auf....allein - hilflos....man sucht seinen Platz.
Wohin?....Was kommt hier auf mich zu?....Ich lass mich treiben...
Die Stadt hat mich....


Nachdem wir im Hostel eingecheckt hatten gings auf in die Stadt....einige Meter vom Hostel liegt der Alexanderplatz - alles im ehemaligen Osten - was man auch sieht - riesige Gebäudekomplexe - breite Straßen.
Der Alexanderplatz ist urbaner Mittelpunkt der Stadt - Treffpunkt hauptsächlich junger Menschen.
Mit der U-Bahn gings dann nach Berlin-Stadtmitte.
Die Friedrichsstraße mit ihren teuren Geschäften entlang zum wohl geschichtsträchtigsten Ort in Berlin - Checkpoint Charlie.




Vom einstigen Grenzübergang mitten in Berlin gings dem ehemaligen Mauerverlauf entlang. Hier gibt es noch ca 100 Meter der einstigen, ganz Westberlin einfassenden Mauer.
Der Potsdamer Platz - früher verlassenes Grenzgebiet zwischen britischem, amerikanischem und russischem Sektor - ist heute DER urbane Platz in Berlin.
Dort gabs dann auch die obligate Currywurst ;-)

Von Höhen, Tiefen und anderen Erkenntnissen

TAG 3

Sonntag, 24.Juli


Tschechien
Eurocity 174 irgendwo zwischen Prag und Berlin, 13:30


Hinaus aus dem Moldautal und hinein ins Flachland....ja man merkt wenn man sich unserem großen Nachbarn Deutschland nähert. Wir sitzen in unserem Eurocity nach Berlin...in time...und doch...es waren aufregende und anstrengende Stunden bis hierher. Interrail pur am dritten Tag unserer Reise.

Aber beginnen wir am Anfang.
Nach einem ersten eher gemütlichen Abend in Prag fielen wir alle wie Steine in unsere (sehr angenehm weichen) Betten - ein Abend nach dem Motto: "Der Wille ist stark aber der Körper schwach". 
Also lieber die Kräfte aufsparen und sich auf die nächste Nacht freuen.
Es war auch eine erholsame Nacht und das (sehr vielseitige) Frühstücksbuffet brachte uns alle wieder so einigermaßen auf die Beine.
Zu Mittag gings dann wieder auf Richtung Prag - Zentrum. Von dieser Stadt bekommt man schwer genug. Schweren Herzens mussten wir bei so manchem Restaurant, Cafe oder Einkaufsladen vorbeigehen - immer das begrenzte Budget und die viel zu kurze Zeit vor Augen.



Es ging die größte Prager Einkaufsmeile entlang in Richtung Wenzelsplatz und dann ab durch die Altstadt.
Wer einmal den Prager Altstadtplatz mit all seinen kleinen Gassen gesehen hat, der weiß was eine Altstadt ausmacht...eine unglaubliche Atmosphäre...und immer ist man auf der Suche nach einem Gässchen, welches von den Touristenmassen noch nicht entdeckt wurde. 
Was man oft vergeblich sucht sind Einheimische. Hier Spanier, da Deutsche, dort Italiener....wo sind die Tschechen? Die wissen die Situation zu nutzen. Unsere anfängliche Frage, ob man wohl am Sonntag irgendwo was kaufen könne, wurde sofort beantwortet....in Wirklichkeit konnten wir nämlich kein Geschäft finden, welches nicht offen hatte und von Touristen überfüllt war. Vom Altstadtplatz gings dann gleich in Hardrock Cafe Prag, wo wir einige exklusive Ausstellungsstücke wie den Bass von RHCP's Flea oder die Harley von Aerosmiths Steven Tyler, Paul Stanleys Washburn oder ein Live-Hemd von Johnny Cash bewundern durften.
Die Karlsbrücke, die wir als menschenleere Brücke kennengelernt hatten, platzte von unter Tag vor Touristen, so dass man nicht nicht einmal stehen kann.



 

Den Nachmittag verbrachte jeder nach seinem Geschmack und am späteren Nachmittag trafen wir uns wieder im Hotel, um uns für die bevorstehende Nacht fertig zu machen.
Nachdem wir am Vorabend schon sehr von einer der besten Cocktailbars weltweit angetan waren - Bugsy's Bar, wollten wir den Abend wieder gemütlich angehen, um dann im "Biggest Music Club in Central Europe" - im Karlovy Lazne  ("Karlsbäder" - ist ein altes Schwimmbad auf 5 Stockwerken) direkt an der Karlsbrücke unseren dritten Tag zu feiern.
Unsere Gruppe wurde dann noch von unseren zwei Klagenfurterinnen Anna und Julia aufgestockt, die es sich natürlich nicht nehmen lassen wollten mit uns ins Prager Nachtleben zu starten.

Leider läuft bei einer Interrailtour nicht immer alles perfekt nach Plan - wäre auch langweilig - und so machte uns das Schicksal einen Strich durch die Rechnung. Beim Vorhaben unsere letzten Kronen am Wenzelsplatz gut zu investieren mussten wir feststellen, dass Sophies Geldtasche nicht mehr aufzufinden war - verloren oder gestohlen, wir wissen es auch heute noch nicht - als wäre das nicht genug, verloren wir mit ihrer Geldtasche auch ihren Global Pass - für einen Interrailer die Luft zum Atmen.
Planlosigkeit gepaart mit Müdigkeit - nicht gerade das, was man unter einer gelungenen Nacht versteht - aber man muss es eben nehmen wie es kommt.
Eine lange, schlaflose Nacht und einen stressigen und sogleich niedergeschlagenen Vormittag später sitzen wir jetzt aber eben hier...im Zug nach Berlin...mit einem neuen Global Pass.
Wir haben es geschafft...bewiesen dass wir zusammen immer irgendwie weiterkommen...auch wenn es nicht die erfreulichsten Stunden unserer bisherigen Reise sind...jetzt wissen wir...wir sind echte Interrailer.;-)